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CD Stephan König "12 Préludes für Klavier"
zum Label Friedrich Hofmeister Musikverlag
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Rezension JAZZPODIUM 02/2011
Stephan König - 12 Preludes für Klavier - jazzinspirierte Klangbilder - Hofmeister Classics 20012

Mit der Jazztradition hat Stephan König nicht viel im Sinn, allenfalls harmonische Bilder eines Bill Evans schimmern bei ihm durch. Der Leipziger Pianist und Komponist, nebenbei Chef des LeipJAZZig-Orkesters, produziert auf seinem neuen Solo-Album, wie er es nennt, "jazzinspirierte Klangbilder". Die "12 Préludes für Klavier" besitzen Swing, der sich erst beim mehrmaligen Hören erschließt. Zuerst sind hier gewiss Debussy, Chopin oder Olivier Messiaen zu assoziieren, vielleicht auch Bela Bartok oder George Gershwin. König bleibt ganz der Klassiker, der sich behutsam dem Jazz nähert. Bezeichnend, dass alle Stücke des Albums, Eigenkompositionen, auch in einer Notenausgabe erhältlich sind. Dort finden sich Hinweise, an welchen Stellen variiert oder improvisiert werden kann. Mit den "dirty tones" von Cecil Taylor oder Alexander von Schlippenbach jedenfalls hat das Ganze nichts zu tun. Vorwiegend besinnlich ist dieses Solo­Album.
Reiner Kobe
Prélude Nr. 1         Prélude Nr. 2
Prélude Nr. 3         Prélude Nr. 4
MP3-Dateien, Hörproben 1 Minute